Überlegungen zur Anti-Pilz Diät

 

Die 4-Tage-Rotationsdiät

Systemische Candidainfektionen gehen oft mit Nahrungsmittelallergien und dem Leaky Gut-Syndrom einher. Viele Patienten reagieren empfindlich auf bestimmte Lebensmittel, Zusatzstoffe und Konservierungsmittel. Zu Beginn Ihres Behandlungsprogramms kann es daher besonders hilfreich sein, eine 4 tägige Rotationsdiät anzuwenden, diese stabilisiert Ihre Essgewohnheiten und hilft, Ihre Heilung zu unterstützen. 

Im Grunde genommen ist die 4-Tage-Rotationsdiät eine Ernährung, bei der Sie innerhalb von 4 Tagen nie zweimal die gleiche Nahrung zu sich nehmen. Dies gibt Ihrem Körper die nötige Ruhe, um sich von einer allergischen Reaktion zu erholen. Sollte die allergische Reaktion im nächsten 4-Tages-Zyklus noch einmal auftreten, kann der Auslöser leicht identifiziert und aus Ihrer Ernährung ab dann ausgeschlossen werden. Gleichzeitig reduziert die Ernährungs-Rotation das Risiko, neue Lebensmittelallergien, aufgrund von zu häufigem Verzehr eines Lebensmittel, zu entwickeln. 

 

Vorteile der 4-Tage-Rotationsdiät:

Das Immunsystem bekommt nach einer lebensmittelinduzierten allergischen Reaktion Ruhe um sich zu erholen

 Die Diät hilft, allergene Lebensmitteln zu identifizieren

Die Diät reduziert das Risiko, durch Überangebot bestimmter Lebensmittel neue Lebensmittel-allergien zu entwickeln

Die Ernährung wird abwechslungsreicher und damit Nährstoffmängel unwahrscheinlicher

 

Wenn Sie auf der Rotationsdiät sind, sollte ein bestimmtes Lebensmittel jeweils an einem bestimmten Tag in der 4-tägigen Rotation gegessen werden und dieses darf nicht wieder gegessen werden, bevor der Tag X im nächsten Rotationszyklus wieder da ist. Vier Tage sind in der Regel lang genug, aber stark von Allergien Betroffen ist es hilfreich, einen längeren Zyklus, als 4 Tage, zu verwenden. Dadurch können Sie sich ordentlich erholen und auch die allergische Reaktion wird beim nächsten Mal essen des Lebensmittels deutlicher und eindeutiger. Essen Sie z. B. Quinoa und Brokkoli am Tag 1 der 4 Tage im Zyklus und danach nicht wieder bis zum Tag 1 des nächsten Zykluses.

Die Rotationsdiät sorgt zwangsläufig auch dafür, dass viele verschiedene Lebensmittel gegessen werden. Das kann vor allem zu Beginn der Anti-Pilz-Diät hilfreich sein, wo viele Patienten von bestimmten Lebensmitteln übermäßig viel essen, um den Verlust der früher konsumierten Lieblingsspeisen zu kompensieren. Dies kann durch ein Überangebot zu neuen Lebensmittelallergien führen. Die Anti-Pilz-Diät ist mit einer Rotationsdiät auch abwechslungsreicher und damit interessanter und sichert Ihnen alle wichtigen Nährstoffe.

 

Allergien

Systemische Candidainfektionen belasten das Immunsystem und die Darmgesundheit und dadurch haben Candidapatienten ein erhöhtes Risiko, Allergien zu entwickeln. Allergien auf eine Vielzahl von Lebensmittel, Chemikalien, Pollen, Hausstaub etc. sind häufig und können sehr überwältigend sein. Manche Patienten sind so empfindlich bzw. hypersensitiv, dass sie auch auf Lebensmittel reagieren, die in der Regel gut vertragen werden und in der Erlaubt-Liste stehen, vor allem, wenn diese länger nicht mehr gegessen wurden. Es gibt dann eine kurzfristige allergische Reaktion und einen Rückfall. In dieser Situation müssen Ihr Darm und Ihr Immunsystem das Lebensmittel erst "wiedererkennen", bevor es wieder vertragen werden kann. Sie können diesen "Wiedererkennungsprozess" fördern, indem Sie kleine Mengen dieses Lebensmittels zu jeder Mahlzeit eines Tages zusetzen. Es wird dann normalerweise nur 1-2 Tage dauern, bevor dieses Lebensmittel wieder vertragen wird.

Die meisten der Empfindlichkeiten, die während der systemischen Candidainfektion entwickelt wurden, sind vorübergehend und verschwinden wieder, wenn das Problem des Leaky Gut-Syndroms unter Kontrolle ist und Ihre Heilung voranschreitet. Es ist auch nicht ungewöhnlich, wenn langjährig bestehende Allergien während einer Candidainfektion erstmalig überhaupt entdeckt werden, da Candidapatienten sehr bewusst auf ihre Körpersignale achten und der Körper auch überdeutlich zeigt, wenn er etwas (im Moment) nicht vertragen kann. Diese langjährig unentdeckten Allergien oder Überempfindlichkeiten können dann jedoch bleiben.

Auf dieser Website nennen wir alle problematische Substanzen, die Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen können, generell "Allergene". Wir versuchen Ihnen gute Ratschläge zu geben, damit Sie eventuelle Allergien entdecken und sie den Auslösern zuordnen können.


Zu viel des Guten? Die Häufigkeit, in der Sie Lebensmitteln essen, kann beeinflussen, ob Sie empfindlich darauf reagieren oder nicht. Einige Lebensmittel können gut vertragen werden, wenn sie selten (alle 4-14 Tage einmal) gegessen werden. Doch je öfter sie gegessen werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie Probleme verursachen werden. Darüber hinaus werden Sie entdecken, dass es nicht gut für die Darmfunktion ist, immer nur dieselben Lebensmitteln zu essen, da dies das Risiko für Durchfall erhöht. Eine Rotationsdiät ist eine große Hilfe in diesem Zusammenhang.

Gekocht oder roh? Vielleicht vertragen Sie gekochte Lebensmittel, während dieselben Lebensmitteln roh allergische Symptome auslösen oder vielleicht auch umgekehrt. Die meisten Candidapatienten vertragen in der Regel gekochtes Essen besser als rohes, zum Beispiel Gemüse. Durch Kochen/Blanchieren werden eventuelle allergene Substanze am der Öberfläche (Pilze, Bakterien, Chemikalien usw.) von z. B. auf Gemüse oder Nüssen zerstört. Der Nachteil ist, dass beim Kochen der Gehalt an Vitaminen und Mineralien in der Regel gesenkt wird, weil sie durch Erhitzen zerstört werden oder im Kochwasser verloren gehen. Nahrung aufzuwärmen, schließt auch die Stärke und den Zucker besser auf, darum kann viel Kochkost für Candidapatienten ein Problem sein. Tiefgefrorenes, blanchiertes Gemüse ist ideal und wird von fast allen Patienten vertragen. Am besten ist es aber, dieses Tiefkühlgemüse aufgetaut ungegart zu essen oder es mit etwas Öl und Gewürzen bei niedriger Temperatur zu braten oder in der Mikrowelle zu erhitzen.

Welche Jahreszeit ist es? Unter Umständen reagieren Sie auf bestimmte Lebensmittel nur während einer der Jahreszeiten empfindlich, dies liegt an der zusätzlichen Belastung durch Luftallergene (z. B. Pollen). Vielleicht haben Sie einige Allergien oder Symptome sogar nur zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr. Die Heuschnupfenzeit kann bestimmte Nahrungsmittel-Allergien auslösen, ebenso die Zeit der Wintersaison, in der wir uns fast nur in geschlossenen Räumen aufhalten, durch die erhöhte Schadstoff- und Staubbelastung (z. B. Ruß vom Ofen oder der Heizung). Ein hochwertiger Luftreiniger mit Aktivkohle- und HEPA-Filter kann dazu beitragen, die Belastung aus der Luft zu reduzieren.

Achten Sie bei Lebensmitteln immer darauf, auf welche Sie einen vermehrten Heißhunger haben und welche Lebensmittel eine große Freude oder ein starkes Gefühl der Stimulierung in Ihnen zurücklassen. Dies sind oft Zeichen davon, dass Sie allergisch gegen genau dieses Lebensmittel sind.

Oft reagieren Candidapatienten gegen so viele Lebensmittel allergisch, dass es schwierig sein kann, den Überblick zu behalten. Deshalb sollten Sie sich Ihre Beobachtungen in einem Tagebuch notieren. Besonders die Rotationsdiät kann eine große Hilfe sein, da man mit ihr Allergene identifizieren kann und eine geringere Gefahr für Nährstoffmängel hat.

 

Lebensmittelkombinationen

Eine effektive Verdauung der Nahrung ist eines der sehr wichtigen Themen für Candidapatienten. Durch eine gute Verdauung wird unter anderem eine optimale Absorption der Nährstoffe gesichert und damit werden Nährstoffmängel vermieden. Es ist sehr wichtig Lebensmitteln in hoher Qualität zu essen. Wir haben in unserem Netshop eine Auswahl an Lebensmitteln in höchster Qualität.

 

Doch auch Lebensmittel höchster Qualität sind kein Garant für eine gute Gesundheit, wenn Ihr Verdauungssystem nicht ordentlich funktioniert. Ebenso wichtig ist dann die richtige Kombination von Lebensmitteln. Als Candidapatient ist Ihr Magen-Darm-System sehr empfindlich und Sie werden schnell feststellen, dass bestimmte Lebensmittel und Lebensmittelkombinationen zu Blähungen oder Durchfall führen können. Umgekehrt hilft die Kombination bestimmter Lebensmittel der Verdauung und unterstützt sie. Die korrekte Kombination kann daher die Verdauung effektiver machen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass einige Lebensmittel bei Ihnen zu Verdauungsstörungen führen, dann ist es notwendig, diese Lebensmittel aus Ihrer Diät auszuschließen oder sie gezielt mit anderen Lebensmitteln zu kombinieren. Mögliche Reaktionen auf eine schlechte Kombination sind normalerweise Müdigkeit, Durchfall, Blähungen, Schmerzen oder Schwindel. Einige oder alle dieser Reaktionen können nauch bei einer Lebensmittelallergie, einem Überfressen oder einer zu zuckerhaltigen Kost vorkommen. 

 

Tipps für eine bessere Verdauung

 Keine proteinlastigen Lebensmittel, wie Fleisch, Milchprodukte, Fisch, Käse und Proteinpulver usw. mit kohlenhydratreichen Lebensmitteln, wie Getreide, Zucker oder Früchten zusammen essen.

Kombinieren Sie Bohnen oder Nüssen nicht mit Milchprodukten oder Fleisch.

Zu große Mengen pflanzliches Öl führt häufig zu Verdauungsstörungen. Senken Sie Ihre Einnahme für einen gewissen Zeitraum, wenn Sie Probleme damit haben.

Zu wenig oder zu fader Geschmack kann ein Problem bei der Anti-Candidadiät sein. Fügen Sie Kräutern oder Gewürze hinzu, dies stimuliert Ihren Appetit. (Gut ist dabei vor allem Knoblauch, der stark fungizid wirkt.)

 Essen Sie so viel rohes Gemüse wie möglich, damit Ihr Darm richtig arbeiten kann und damit Sie ein Maximum an Vitaminen und Mineralien bekommen. Kochkost ist weniger geeignet.

 Eine Rotationsdiät verbessert die Verdauung. Mit der Rotationsdiät vermeiden Sie es, mehrere Tage hintereinander dieselben Lebensmittel zu essen, die eventuell unbekannt Verdauungsstörungen verursachen. Diese Form der Ernährung stellt auch sicher, dass Sie mehr essentielle Nährstoffe bekommen, da Sie sich wesentlich abwechslungsreicher ernähren. In der Regel sollten Sie immer so viel verschiedene Gemüsearten und Lebensmittel wie möglich essen.

Probiotika – verwenden Sie probiotische Kapseln (nützliche Darmbakterien) täglich, um Ihr Verdauung zu unterstützen und damit Sie mehr Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen können. Die Bakterien bringen Ihre Darmflora wieder in Schuss.

 Kräutertees – sie unterstützen die Verdauung. Trinken Sie zu jeder Mahlzeit eine kleine Tasse Kräutertee (Netshop). 1-2 Teelöffel geriebener oder frisch geschnittener Ingwer für 5-10 Minuten in einer Tasse Wasser angesetzt, lindert Übelkeit und Blähungen. Oder probieren Sie einen Tee aus einem Teelöffel getrocknete Pfefferminzblätter bzw. drei Teelöffel des frischen Krauts für den gleichen Effekt.

Ein Spaziergang stimuliert die Verdauung - gehen Sie nach jeder Mahlzeit 20 - 30 Minuten (nicht zu rasch). Dies beugt auch Sodbrennen vor.

 Essen Sie nur, wenn Sie hungrig sind – mehr zu essen, während der ballaststoffreichen Anti-Candida-Diät, führt dazu, dass der Inhalt im Magen-Darm-System weiter vorangedrückt wird, obwohl er noch nicht ordentlich verdaut ist. Dies verursacht erhöhte Kotmengen, möglicherweise Durchfall und ist eine Verschwendung von Nahrungsenergie.

Nicht schlafen legen direkt nach einer Mahlzeit - es wird nur die Verdauung verlangsamen, kann zu Sodbrennen führen und 'füttert' die Pilze

 Finden Sie heraus, ob Sie eine Lebensmittelallergie haben. Wiederholte Verdauungsstörungen können ein Signal sein, dass Sie an Lebensmittelunverträglichkeiten oder -allergien leiden. Versuchen Sie es mit einer 4-Tage-Rotationsdiät und identifizieren Sie allergene Lebensmittel, auf die Sie reagieren. Verwenden Sie für einen besseren Überblick ein Essens-Tagebuch.

 

 

Stress und Verdauung

Psychischer Stress hat einen großen Einfluss auf Ihre Verdauung. Wenn Ihr Körper im Alarmzustand ist, wie es der Fall bei psychischen Stress ist, wird der Großteil der Energie und des Sauerstoffs im Körper dorthin gebracht, wo sie am meisten benötigt werden und das vor allem in die Muskeln. Andere wichtige Körperfunktionen werden dabei vernachlässigt, einschließlich der Darmfunktion und der Verdauung. In dieser Situation sind nur wenige Ressourcen verfügbar, um die Nahrung im Darm noch ordentlich zu verdauen, Nährstoffe zu absorbieren und die Nährstoffe dahin zu leiten, wo sie unter normalen Umständen benötigt werden. Das Ergebnis sind oft körperliche Beschwerden, wie eine ineffektive Verdauung, Blähungen, Schmerzen, Müdigkeit und Sodbrennen. Bei psychischem Stress ist der Schlaf oft schlecht und unruhig, weil das Gehirn durch die vielen Stress-Gedanken nicht mehr zur Ruhe kommen kann. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, sich daran zu erinneren, dass die Aushungerung des Candidapilzes besonders während des Schlafes vonstatten geht, da der Nährstoffumsatz im schlafenden Körper minimal ist. Entspannen Sie sich und sorgen Sie für guten Schlaf, der so wichtig ist für die Verdauung, für das Immunsystem und im Kampf gegen Candidapilze.

 

Bio und vegetarische Lebensmitteln

Vegetarische oder vegane Ernährungsformen sind bei Candidapatienten nicht der beste Weg. Vegetarier haben ein hohes Risiko für verschiedene Nährstoffmangelkrankheiten, da sie gesunde und nahrhafte Lebensmittel, wie Flesich, Fisch, Eier und Milchprodukte, aus ihrer Ernährung ausgeschlossen haben. Diese Lebensmittelgruppen enthalten viele wichtige Nährstoffe, die bei einer vegetarischen oder veganen Ernährung schwierig zu bekommen sind. Die Folge können Nährstoffmängel und eine Schwächung des Immunsystems sein. Das Ergebnis ist dann eine Verschlechterung der Candida-Infektion. Besonders B-Vitamine - bzw. ihr Fehlen oder ein Mangel daran - spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung einer systemischen Pilzinfektion, da sie für die Funktion des Magen-Darm-Systems und damit für das Immunsystem sehr wichtig sind. B-Vitamine kommen vor allem in Fleischprodukten vor. Weiter ist Vitamin D eines der wichtigsten Vitamine für das Immunsystem und es kommt vor allen in fettem Fisch vor. Wichtige Mineralien, wie Eisen, Zink und Jod, werden hauptsächlich über tierische Lebensmittel aufgenommen. Außerdem enthalten Tierprodukte komplette Proteinquellen und vollständige Proteine enthalten alle essentiellen Aminosäuren, im Gegensatz zu pflanzlichen Proteinquellen. Pflanzenproteinquellen müssen kombiniert werden, um eine Versorgung mit allen essentiellen Aminosäuren sicher zu stellen. Darüber hinaus ist die Verdaulichkeit von pflanzlichem Protein in der Regel geringer. Zudem sind tierische Produkte oft sehr schmackhaft und dies kann bei einem Candidapatienten durchaus eine Rolle spielen, damit Sie während der Diät nicht so viel Gewicht verlieren.

Bio-Lebensmittel zu kaufen ist während einer Anti-Pilz-Diät keine Pflicht, aber mit Bio-Produkten sind Sie auf der sichereren Seite, da einige herkömmliche Fleischprodukte Reste von Antibiotika oder Wachstumshormonen und konventionell angebaute pflanzliche Lebensmittel Sprührückstände von z. B. Pestiziden enthalten können. Mit dem Kauf von Bio-Produkten unterstützen Sie auch die nachhaltige Landwirtschaft und damit auch Umwelt und Natur.

 

 

Schwangerschaft und Stillzeit

               

Darf die Anti-Candida-Diät durchgeführt werden, während Sie schwanger sind oder stillen? 

Die schnelle Antwort ist: nein. Schwangere dürfen nicht die volle Anti-Candida-Behandlung durchführen. Schwangere brauchen viele Kalorien und eine abwechslungsreiche Ernährung, um ein optimales Wachstum und eine gute Entwicklung des Kindes zu garantieren. Allerdings kann der Behandlungsplan durch ein paar Änderungen so angepasst werden, dass er sicher für Sie und Ihr Baby ist. Dieser abgewandelte Plan tötet den Pilz zwar nicht vollständig ab, hält ihn und damit die Symptome aber in Schach, bis Sie den vollen Behandlungsplan durchführen können. Zusätzlich zu den ERLAUBTEN Lebensmitteln sollten Sie während der Schwangerschaft oder Stillzeit folgende Lebensmittel essen: 

 

Hochwertige Kohlenhydrate mit niedrigem GI, wie Bohnen, Vollkornreis, Vollkorn-Getreide, Süßkartoffeln, Pastinaken und Kürbis, die alle gute Quellen für zu komplexe Kohlenhydrate sind. Essen Sie auch geringe Mengen an Beeren, Äpfeln und Birnen.

 Vermeiden Sie Zuckerzusatz (Fructose, Maissirup, Glucose, Saccharose oder irgendetwas anderes, das nach Zucker klingt)

 Essen Sie hochwertige Proteine, wie frisches Rind/Kalb, Geflügel und Lamm. Vermeiden Sie verarbeitetes Fleisch.

Essen Sie fettreiche Milchprodukte wie Natur-Joghurt, Sahne, Crème fraiche 8-38% (liefert Kalorien und Milchsäurebakterien).

  

Darüber hinaus sollten Sie als Schwangere oder stillende Mutter sehr vorsichtig mit Nahrungsergänzungsmitteln sein. Dies beinhaltet sowohl Antipilzprodukte als auch Immunstimmulatoren, Probiotika und Die-Off-Produkte. Einige dieser Produkte können während der Schwangerschaft unerwünschte Nebenwirkungen haben oder in die Muttermilch übergehen. Nahrungsergänzungen mit hochwertigen Vitaminen und Mineralien sind jedoch für Sie, Ihr Immunsystem und Ihr Baby von Vorteil. 

In unserem Netshop haben wir einige sehr sanfte und antiallergene Vitamin- und Mineralstoffpräparate, die Ihnen und Ihrem ungeborenen Kind gut tun werden. Sprechen Sie vor Beginn der Diät und vor Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels in jedem Fall mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

 

Restaurants und soziales Leben

                             

Die Candidadiät kann Ihr soziales Leben zu einer grossen Herausforderung machen, u. a. wenn Sie auswärts essen gehen. Normalerweise bekommen Sie aber Unterstützung bei der Vermeidung von allergenen Lebensmitteln in Ihrer Speise, wenn Sie den Keller direkt danach fragen. In den meisten Fällen wird sich auf Nachfrage viel Mühe gegeben, damit Sie im Restaurant unbeschwert essen können.

Im unglückseligen Fall, dass Sie in ein Restaurant geraten sind, das auf der Speisekarte nur sehr wenige, für Sie 'sichere' Lebensmittel stehen hat, kann es notwendig werden, dem Kellner eine Liste mit für Sie erlaubten Lebensmitteln zu geben, damit er Ihnen dann ein passendes Gericht empfehlen kann. Sie können auch spezifische Anweisungen geben, wie Sie etwas gerne zubereitet hätten.
Die verschiedenen Arten von Restaurants stellen Sie dabei vor verschiedene Herausforderungen. In der chinesischen und thailändischen Küche wird beispielsweise gerne Zucker in den Saucen und Dips verwendet. Sterne-Restaurants, die die Gerichte aus Grundnahrungsmitteln herstellen und keine Fertigzutaten verwenden, sind die besten.

Gedünstetes Gemüse, Fisch, Reis (nicht zu oft), Rührei/gekochte Eier oder Hühnchen sind alles Lebensmittel, die Sie bestellen können. Wenn Sie nur Frittiertes bekommen, können Sie entweder auf das Essen ganz verzichten oder Sie probieren es aus und hoffen, dass es keine zu schlimmen Nachwirkungen hat.

Die Situation kann besonders anspruchsvoll werden, wenn Sie auch gegen in der Luft befindliche Allergene empfindlich reagieren. In diesem Fall werden die in der Luft befindlichen Moleküle über die Lunge in den Blutkreislauf transportiert. Besonders Tabakrauch und teilweise auch Alkoholdämpfe aus der Atemluft alkoholisierter Personen können in geschlossenen Räumen mit schlechter Belüftung ein Problem sein. Glücklicherweise gibt es jetzt jedoch an vielen öffentlichen Plätzen ein Rauchverbot.

Es ist einfacher, sich mit anderen Leuten im Privaten zu treffen und dort zusammen zu essen. In diesem Fall können Sie dann auch Ihr eigenes Essen mitbringen. Seien Sie bei Fragen offen mit den Antworten, das macht es für Sie und Ihre Umgebung (besonders auch für neue Bekannte) leichter, mit Ihrer Krankheit umzugehen. Sie können auch Ihre Familienangehörigen bitten, bei Ihrer Diät mitzumachen, wenn auch vielleicht nicht ganz so streng, wie Sie sie selbst durchführen. Als Minimum ist es anzusehen, dass Ihre Familie Sie unterstützt in Ihren Bemühungen, die Diät durchzuhalten.



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