Symptome im Überblick

 

Eine Candidainfektion ist schwer zu diagnostizieren, da sie jeden Patienten anders beeinträchtigt und immer andere Teile des Körpers befällt, so dass jede Pilzerkrankung individuell pro Person ist. Aus diesem Grund gibt es so viele Fehldiagnosen und häufig werden die Symptome, statt die Ursache, behandelt.

Tatsächlich müssen Patienten sich oft selbst diagnostizieren, da die Symptome für eine Candidiasis so verwirrend sind und es so wenige Ärzte gibt, die in der Lage sind, die Diagnose zu stellen. Die Konsequenz daraus ist, dass es wesentlich mehr Menschen gibt, die unter einem Candidapilz leiden, als derzeit diagnostiziert sind. In der Folge stellen wir Ihnen die Symptome vor, die bei einer Candida-Infektion auftreten können.
 
Ihr psychischer Zustand
Sie sind unfähig, sich zu konzentrieren, Ihr Gedächtnis lässt nach, Sie erleben einen 'Nebel im Kopf', sind reizbar und schnell wütend, Sie erleben Schwindel, eine schlechte Koordination, Depressionen und Panikattacken, Sie sind weinerlich, extrem müde, hyperaktiv und haben eine stark eingeschränkte Libido, bei gleichzeitigem, kaum zu stillenden Heißhunger nach Süßem.
 
Ihr Verdauungssystem
Sodbrennen, Völlegefühle, Blähungen, Übelkeit, Durchfall, heller, dünner Stuhlgang, unverdaute Lebensmittelreste im Stuhl, Verstopfungen, Bauchkrämpfe, unklare Bauchschmerzen, weitere Verdauungsbeschwerden, Aufstoßen nach Mahlzeiten, Schleim im Stuhl, Jucken am Anus und Hämorrhoiden quälen Sie.
 
Ihre Haut
Sie stellen Akne, Zysten, Nesselsucht, Psoriasis (Schuppenflechte), Ekzeme, Dermatitis, Pilzinfektionen in den Nägeln und auf der Haut (Bild E), trockene, bräunliche Flecken und Dermatophytose (Bild D), Gelbsucht (wegen der überlasteten Leber) und einen unangenehmen Körpergeruch, von den Füßen, Handflächen und Unterarmen ausgehend, an sich fest.

In einigen Fällen können die Wurzeln des Pilzes auf der Oberfläche der Haut mit bloßem Auge gesehen werden, unter anderem an den Füßen (Bild A, B, C). Wenn die Wurzeln im Darm zu wachsen anfangen, können sie sich z. B. bis zu den Beinen ausbreiten und wenn sie dann die Füße erreichen, können sie nicht weiterwachsen. In manche Fällen durchbrechen sie dann die Haut, z. B. während eines Rückfalls. In diesem Fall können die Wurzeln als kleine hellgelbe/rote Flecken gesehen werden (Bild A), die sich nach einiger Zeit zu kleinen, punktförmigen, braunen/dunklen Wunden verändern (Bild B), wenn die Wurzeln sich wieder zurückziehen, sobald der Pilz wieder weiter unter Kontrolle ist.

Einige Patienten mit schwerer systemischer Pilzinfektion haben einen sehr charakteristischen Geruch nach Pilz im Schweiß an den Handflächen und Unterarmen, besonders während des Die-Offs, bei dem auch die Toxine ausgeschieden werden.
 
Ihr Mund
Soor (weißer Belag auf der Zunge und Zahnfleisch, Bild G), eine geschwollene Unterlippe, ein metallischer Geschmack im Mund, übler Mundgeruch, Pusteln im Mund, nachdem allergene Lebensmitteln gegessen werden (typische Allergie-Reaktion), Hautausschläge und Risse um den Mund und in den Mundwinkeln, Zahnfleischbluten, weiße Ausschläge an den Mundwinkeln, Rötung rund um die Lippen, wo die Lippen in die normale Haut übergehen (Bild F), können Beschwerden von Ihnen sein.

Bei denjenigen, bei denen wurzelbildender Pilz im Mund vorkommt, können vor allem auch die weißen Beläge auf der Zunge vorkommen, die von unbehandeltem Candida-Pilz herrühren und besonders dann entstehen, wenn viel Zucker oder allergene Produkte gegessen wurden (Bild G). Wenn man anfängt, mithilfe der Anti-Candida-Diät den Pilz auszuhungern, gehen die weißen Beläge von Zunge und Zahnfleisch normalerweise wieder weg. Dies bedeutet aber nicht, dass kein wurzelbildender Pilz im Mund zurückgeblieben ist - in einigen Fällen kann der Pilz als eine Art Vertiefung entlang der Wangen auftreten (siehe Bild H). Diese Vertiefungen werden gradweise schmaler, während der Pilz ausgehungert wird und die Heilung vonstatten geht. Während der Pilz sich vollständig aus dem Mund zurückzieht, wird in diesen Vertiefungen ein feines, dichtes Netz von punktförmigen, kleinen Wunden entstehen. Diese kleinen Wunden sind die Löcher, in denen vorher die Pilzwurzeln steckten und sich aus den Kohlenhydraten der Nahrung ernährten. Dieses dichte, zusammenhängende Netzwerk von Pilzwurzeln kommt bei einer systemischen, wurzelbildenden Pilzinfektion vor und zwar auf dem gesamten Weg durch den Verdauungstrakt, überall dort, wo der Pilz Zucker aus der Nahrung ziehen kann. Am dichtesten ist dieses Netz im Darm, wo unsere Speisen völlig oder teilweise abgebaut werden, denn dort ist der Zucker aus der Nahrung am leichtesten zugänglich. Außerdem gibt es im Darm normalerweise immer etwas Nahrung für den Pilz, auf der er wachsen kann, im Gegensatz zu dem Mund oder Anus usw.

Dies ist die Stärke einer wurzelbildenden Candida-Infektion; ein großes, dichtes, zusammenhängendes Netzwerk aus Pilzwurzeln im Verdauungssystem und von dort aus weiter in (unter umständen) alle Teile des Körpers.
 
Ihre Atemwege
Hartnäckiger Husten, Schleim im Hals, Halsschmerzen (vor allem nach dem Aufstehen), Verstopfung der Nebenhöhlen, chronisches Schniefen und Niesen, Grippe-ähnliche Symptome, Heuschnupfen-Symptome, Bronchitis, Asthma und viele verschiedene Lungenerkrankungen, einschließlich häufiger Lungenentzündungen, gehören weiter zum Symptombild.
 
Ihre Augen und Ohren
Der Pilz wird auch oft in der Schleimhaut der Augen gefunden. Das Ergebnis ist Lichtempfindlichkeit (vor allem gegenüber dem Sonnenlicht), Augenschmerzen, juckende Augen, trockene Augen, blutunterlaufende Augen und Augeninfektionen. 

In den Ohren kann sich der Pilz als Klingeln in den Ohren und als Ohrinfektionen äußern.
 
Ihr Urogenitaltrakt
Wiederkehrende Vaginal-Pilz-Infektionen, wiederkehrende Harnwegsinfektionen, Blasenentzündungen, PMS und Unregelmäßigkeiten bei der Menstruation, sowie schmerzende Menstruation und Mittelschmerzen, analer Juckreiz, Pilzinfektionen des Penis und Ausfluss können hier Zeichen einer systemischen Pilzinfektion sein.
 
Ihr Immunsystem
Häufige Erkältungen und Grippen, Allergien, Empfindlichkeiten gegen Lebensmitteln, Duftstoffe und Chemikalien, auch Chemikalien in der Luft, insbesondere Allergien die erst Erwachsenenalter aufgetaucht sind, Herpeswunden, Warzen, Zöliakie, Schuppenflechte usw. treten auf. In Stadium 3 einer systemischen Pilzinfektion treten oft andere, lokal begrenzte Arten von Pilzinfektionen auf, wie Hautpilz, Nagelpilz, Pilz auf der Kopfhaut usw. Diese Pilzinfektionen kann das Immunsystem unter normalen Umstände ansonsten unterdrücken.
 
Andere Symptome
Kopfschmerzen, Herzklopfen, chronische körperliche Schmerzen und/oder Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen und Steifigkeit, kalte Extremitäten, Diabetes Typ2-ähnliche Symptome usw. können auftauchen. Nährstoffmangelerscheinungen wegen der geringen Aufnahme von Nährstoffen aus dem Verdauungstrakt mit den verschiedenen, jeweiligen Symptomen sind häufig.

Einige Patienten haben nur wenige dieser Symptome, doch leiden trotzdem schwer unter der Krankheit, da es von Patient zu Patient sehr unterschiedlich ist, wie empfindlich man auf die Ausbreitung des Pilzes, die Toxine den Stress auf den Körper etc. reagiert. Bei einigen Patienten kommt der Pilz niemals im Mund oder auf der Haut vor, sondern nur in Magen und Darm. Dann hängt es vor allem an der Schwere der Ausbreitung im Magen und Darm ab, wie (krank) man sich fühlt. Es kann schwieriger sein, die Krankheit zu diagnostizieren, wenn es keine visuellen Symptome gibt, doch dies bedeutet nicht, dass die Patienten darum weniger darunter leiden würden. Dies hängt ganz von der jeweiligen Empfindlichkeit gegenüber dem Pilz und seinen Toxinen ab.

 

                            

                         A: Bild einem wurzelbildenden Pilz, bei dem die Pilzwurzeln die Hautoberfläche an den

                             Füssen befallen haben, ausgelöst durch einen Rückfall.

 

                         

                           B: Eine Woche später sind hier aus der Fläche in Bild A braune/dunkle Wunden entstanden, da sich

                               die Wurzeln zurückgezogen haben, als die Infektion geringer wurde. 

   

                        

                          C: Hautausschläge und Wunden von dem wurzelbildenden Pilz am Knöchel. 

 

   

D: Dermatophytose (Ringworm), die bei systemischen                   E: Candidapilz in der Kopfhaut oder Augenbrauen tritt häufig

     Pilzinfektionen häufig vorkommt                                                             auf während einer systemischen Pilzinfektion   

 

                         

                            F: Rötung rund um die Lippen.

 

                         

                        G: Weisse Beläge aus Candida-Pilz im Mund, am Zahnfleisch und Rachen.

  

                         

                         H: Pilz-"Vertiefung" entlang der Wangen. Von hier den ganzen Weg runter bis zum Anus

                              können die Pilze sich an der Nahrung im Verdauungstrakt laben.

 

                         

                           I: Bild vom Inneren des Magen-Darm-Trakts. Mucus (weisser Belag) an den Wänden

 

                       


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